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In Vorstandsetagen und Produktionshallen gleichermaßen hat sich künstliche Intelligenz von einer Zukunftsvision zur alltäglichen Realität entwickelt. Unternehmen investieren massiv, die verfügbaren Tools verbreiten sich rasant und die Erwartungen sind hoch. Doch für viele Hersteller bleibt der Erfolg dieser Investitionen frustrierenderweise aus. 

Das Muster ist mittlerweile gut dokumentiert. Laut der globalen McKinsey-Umfrage 2025 Im Bereich KI geben 88 Prozent der Unternehmen an, KI regelmäßig in mindestens einem Geschäftsbereich einzusetzen. Allerdings haben fast zwei Drittel diese Bemühungen noch nicht unternehmensweit ausgeweitet. 

Ein separater Bericht der MIT NANDA-Initiative mit dem Titel “Die GenAI-Kluft” Das Bild wird noch deutlicher: Nur 5 Prozent der KI-Pilotprojekte erzielen ein schnelles Umsatzwachstum. Die übrigen 95 Prozent stagnieren und haben kaum oder gar keine messbaren Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung. 

Diese Zahlen offenbaren kein Versagen der Technologie an sich, sondern ein tieferliegendes Defizit in der organisatorischen Vorbereitung. Gerade in der Fertigungsindustrie mit ihren komplexen Lieferketten, veralteten Anlagen, strengen Qualitätsanforderungen und dem erforderlichen Mix aus Fachkräften und Fachwissen ist diese Lücke besonders gravierend. Ein ausgefeiltes KI-Tool kann zwar Berichte erstellen oder Zeitpläne optimieren, aber es kann fragmentierte Datensysteme, unzureichend vorbereitete Teams oder unklare Strategien nicht einfach so überwinden.  

Ohne eine realistische Einschätzung der tatsächlichen Lage eines Unternehmens führen selbst erhebliche Investitionen zu Pilotprojekten, die nie skaliert werden, und Technologien, die weder bei den Kosten noch bei der Qualität oder dem Output eine Verbesserung bringen. 

Überbrückung der Lücke durch strukturierte KI-Bereitschaft 

Die MIT-Studie unterstreicht eine zentrale Erkenntnis: Erfolg hängt weniger von der Entwicklung eigener Tools ab, sondern vielmehr von der intelligenten Integration. Der Kauf spezialisierter Lösungen und die Bildung von Partnerschaften sind etwa doppelt so erfolgreich wie interne Entwicklungsbemühungen. Auch die Stärkung der operativen Führungskräfte, die am engsten mit der Arbeit verbunden sind, anstatt sich ausschließlich auf zentrale Innovationsteams zu verlassen, ist entscheidend. 

Für Hersteller sind diese Erkenntnisse von besonderer Bedeutung. Das größte Potenzial der KI liegt oft in eng miteinander verknüpften Bereichen wie vorausschauender Wartung in der Fertigung, Qualitätsprüfung, Optimierung der Lieferkette und Prozessneugestaltung. Doch diese Anwendungen erfordern mehr als ein leistungsstarkes Modell. Sie benötigen eine zuverlässige Dateninfrastruktur, fundiertes operatives Wissen, qualifizierte Mitarbeiter und strategische Klarheit. Fehlen diese Grundlagen, bleiben selbst modernste Werkzeuge von praktischen Experimenten isoliert. 

Die menschliche und operative Realität 

Die Herausforderungen reichen tiefer als nur bis zu Softwarelizenzen. Eine Umfrage aus dem Jahr 2024 ergab, dass 78 Prozent der Führungskräfte haben den Eindruck, dass sich KI schneller entwickelt als die Fähigkeit ihrer Unternehmen, Mitarbeiter für deren Anwendung zu schulen. Und die Daten bestätigen dies. Laut Deloitte, 581.400 Unternehmen glauben nicht, dass ihre Strategie optimal auf die Einführung von KI vorbereitet ist. Und noch weniger sagen das Gleiche über Risiko und Unternehmensführung.

Inzwischen ist “Schatten-KI”, also nicht genehmigte Tools, die Mitarbeiter eigenständig nutzen, nahezu allgegenwärtig., erscheint in 98 Prozent der Organisationen. Unabhängig von der offiziellen Politik setzen Arbeitnehmer auf KI, und Unternehmen verpassen die Chance, diese Energie produktiv zu lenken und gleichzeitig sensible Betriebsdaten zu schützen. 

Der Weg nach vorn für die Hersteller 

Genau das ist das Problem. KI-Reifegrad- und Bereitschaftsindex (AIMRI) AIMRI wurde entwickelt, um diese Herausforderungen zu bewältigen. Anstatt eine weitere Technologie einzuführen, bietet AIMRI Herstellern eine strukturierte, objektive Diagnose der wichtigsten Dimensionen: Dateninfrastruktur, operative Integration, Mitarbeiterkompetenz und strategische Ausrichtung. 

Durch die Festlegung einer klaren Ausgangsbasis hilft AIMRI Führungskräften, die Fragen zu beantworten, die darüber entscheiden, ob KI einen Mehrwert schafft oder lediglich die wachsende Liste ins Stocken geratener Initiativen verlängert: Wo steht unsere Organisation tatsächlich auf der Reifegradkurve? Welche konkreten Lücken halten uns zurück? Und welche gezielten Veränderungen ermöglichen skalierbare, messbare Fortschritte? 

Die Geschichte der KI in der Fertigung im Jahr 2026 dreht sich letztlich nicht um Einführungsraten oder ausgefeilte Modelle. Es geht vielmehr darum, ob Unternehmen ihre eigenen Fähigkeiten ausreichend einschätzen, um Technologie in die Realität des industriellen Betriebs zu integrieren. Diejenigen, denen dies gelingt – durch eine ehrliche Analyse der Bereitschaft, die Berücksichtigung von Bedenken der Belegschaft, eine durchdachte Neugestaltung von Arbeitsabläufen und gezielte Investitionen –, werden Pilotprojekte in nachhaltige Leistungssteigerungen umwandeln. 

Technologie ist nicht länger der limitierende Faktor. Es ist die Bereitschaft. Und für Hersteller, die entschlossen sind, die Kluft zwischen Experimenten und echtem Wettbewerbsvorteil zu überbrücken, ist ein gründliches Verständnis ihres aktuellen Zustands der unerlässliche Ausgangspunkt.

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